Gründüngungspflanzen werden, wie der Name schon sagt, hauptsächlich dazu angebaut, den Boden zwischen den Vegetationsperioden zu bedecken, wenn er brachliegt. Sie unterscheiden sich von Nutzpflanzen, da diese entweder für den Eigenverbrauch oder zum Verkauf mit Gewinn angebaut werden.
Was sind Zwischenfrüchte oder Deckfrüchte?
Zwischenfrüchte sind ein integraler Bestandteil einer erfolgreichen und nachhaltigen Landwirtschaft und bieten vielfältige Vorteile, die von der Vorbeugung bis hin zur Bekämpfung von Schädlingen reichen. Bodenerosion, die Zufuhr lebenswichtiger Nährstoffe zurück in den Boden, die Zersetzung durch Bodenmikroben, die Steigerung des Ertrags der Hauptkultur oder in einigen Fällen die zusätzliche Gabe zur Ertragssteigerung.
Ihre Bedeutung wird zunehmend in konservierenden Anbaumethoden erkannt, wo sie mit pflugloser Bodenbearbeitung kombiniert werden. Um diese Methode optimal zu nutzen, ist es jedoch unerlässlich, das Konzept der Zwischenfrüchte und die richtige Artenauswahl genau zu verstehen.
Welche Art von Zwischenfrüchten soll angebaut werden?
Bevor Sie sich für eine bestimmte Zwischenfrucht entscheiden, sollten Sie einige Punkte beachten. Dazu gehören unter anderem:
- Die Dauer, für die Sie die Hülle behalten möchten.
- Die beabsichtigte Abtötungsmethode der Deckfrucht nach der Deckfruchtdauer.
- Pflanzzeit – Winter- oder Sommerzeit.
- Die Nahrungs- oder Verkaufspflanze, die Sie nach der Zwischenfrucht anbauen werden.
Nachdem Sie die Ziele für den Anbau einer Zwischenfrucht in Ihrer Fruchtfolge sorgfältig festgelegt haben, erhalten Sie ein viel klareres Bild von der Art und der spezifischen Zwischenfrucht, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Die wichtigsten Arten von Zwischenfrüchten, aus denen Sie wählen können, sind Leguminosen, Nicht-Leguminosen oder eine Mischung aus allen.
1. Hülsenfrüchte: Zu den gängigen Hülsenfrüchten zählen Erbsen, Klee und Wicken sowie deren Sorten. Hülsenfrüchte werden gezielt eingesetzt, um den Stickstoff- und Nitratgehalt des Bodens zu erhöhen. Dies trägt dazu bei, den Bedarf an Stickstoffdünger im späteren Anbau von Nutzpflanzen zu reduzieren.
2. Nicht-Hülsenfrüchte: Gräser werden neben Getreide häufig als Nicht-Leguminosen eingesetzt. Im Gegensatz zu Leguminosen erfüllen sie eine andere Funktion: Sie helfen, Nährstoffe während der Vegetationsperiode zu binden und zu speichern, verbessern die Bodenstruktur und reduzieren den Unkrautwuchs. Darüber hinaus erhöht sich der Humusgehalt des Bodens deutlich, wenn sie abgetötet und verteilt werden.
3. Mischungen: Für ambitionierte Landwirte oder Hobbygärtner, die alle Vorteile beider Arten von Zwischenfrüchten nutzen möchten, sind Mischungen verschiedener Arten möglicherweise die beste Option, dies erfordert jedoch mehr Kosten und Arbeitsaufwand.
Vorteile von Zwischenfrüchten
Zwischenfrüchte bergen das Potenzial, die Bodenproduktivität drastisch zu steigern, indem sie entweder die Bodenfruchtbarkeit verbessern oder die Bodendegradation verhindern. Zu den Vorteilen von Zwischenfrüchten zählen unter anderem:
1. Verhinderung der BodenerosionDa sie so genannt werden, weil sie das Land bedecken, wenn keine andere Vegetation vorhanden ist, besteht der Hauptvorteil von Deckfrüchten darin, dass dadurch der Boden vor Erosion durch Regenspritzer, fließendes Wasser oder Wind geschützt wird.
2. Erhaltung der BodenfruchtbarkeitZwischenfrüchte tragen auf verschiedene Weise zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit bei, unter anderem indem sie nach dem Bedeckungszyklus als Dünger dienen, die Nährstoffe durch Erosionsverhinderung binden und, im Falle von Leguminosen, dem Boden direkt Nitrate zuführen.
3. Bekämpfung von Unkraut, Krankheiten und SchädlingenWenn Böden während der Brachezeit ungenutzt bleiben, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Unkrautbefall, wodurch das Produktionspotenzial des Bodens beeinträchtigt wird.
Selbst nach dem Abschneiden und Zurücklassen auf dem Feld bilden Deckfrüchte eine Schutzschicht über dem Boden, die das Eindringen von Unkraut unterdrückt.
Ebenso wirksam sind sie bei der Bekämpfung bakterieller und pilzlicher Erkrankungen, indem sie den Krankheitszyklus unterbrechen. Schließlich werden sie zur Schädlingsbekämpfung hauptsächlich eingesetzt, indem man Zwischenfrüchte gleichzeitig mit den Nutzpflanzen anbaut, um Schädlinge anzulocken und von den Nutzpflanzen fernzuhalten.
4. WassermanagementIhre Einbeziehung in die Fruchtfolge trägt dazu bei, den Bodenfeuchtigkeitsgehalt das ganze Jahr über zu regulieren und den ungewöhnlichen Trends bei Niederschlags- und Temperaturwerten, die weltweit zu beobachten sind, effektiv entgegenzuwirken.
Neben diesen primären Vorteilen sind sie auch aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhaft, da viele von ihnen, wie zum Beispiel Senf, auch einen guten Handelswert haben.
Risiken der Aussaat von Zwischenfrüchten
Nachdem wir nun festgestellt haben, dass es sich um hervorragende Methoden zur Bewirtschaftung von Ackerland für höhere Erträge handelt, müssen wir uns auch mit den potenziellen Risiken und Nachteilen von Zwischenfrüchten auseinandersetzen.
Der größte Nachteil einer Zwischenfrucht besteht darin, dass sie die Gesamtkosten erhöht. Zudem fallen die Kosten in der Regel zunächst an, während sich die Vorteile erst langfristig zeigen.
Während Zwischenfrüchte dabei helfen Krankheit managen Bei Schädlingen kann auch das Gegenteil eintreten. Sie können den Befall und die Auswirkungen von Krankheiten und Schädlingen sogar noch verschlimmern, wenn sie nicht korrekt im Zusammenhang mit der Fruchtfolge und der falschen Artenwahl angewendet werden.
Wenn beispielsweise eine Zwischenfruchtpflanze Wirt für eine Krankheit ist, kann sie als Überträger dieser Krankheit fungieren und sie später auf die Nutzpflanze übertragen. Schließlich ist bekannt, dass einige Zwischenfrüchte durch die Freisetzung von biochemischen Substanzen schädliche allelopathische Effekte auf die Hauptkulturpflanzen ausüben.
Zusammenfassung
Zwischenfrüchte sind ein wirksames Mittel, um die angestrebten Ziele einer nachhaltigen und ökologischen Landwirtschaft und Pflanzenproduktion zu erreichen. Um jedoch sicherzustellen, dass die Vorteile die Kosten überwiegen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken minimiert werden, sind fundierte Recherchen und ein umfassendes Verständnis erforderlich, bevor über Art, Methode und Zeitpunkt der Zwischenfruchtanbaus im Anbauzyklus entschieden wird.
Häufig gestellte Fragen
1. Nennen Sie einige Beispiele für Zwischenfrüchte.
Zu den gängigen Beispielen gehören Hülsenfrüchte wie Klee und Luzerne, die Stickstoff im Boden binden und so dessen Fruchtbarkeit erhöhen.
Gräser wie Roggen und Hafer helfen, Erosion zu verhindern und das Unkrautwachstum zu unterdrücken. Radieschen und Rüben werden außerdem verwendet, um verdichteten Boden aufzulockern und seine Struktur zu verbessern.
2. Wie funktionieren Zwischenfrüchte?
Sie schützen den Boden vor Erosion, verbessern seine Fruchtbarkeit und Struktur und unterdrücken Unkraut. Sie bilden eine physikalische Abdeckung, verhindern Bodenverdichtung, speichern Wasser, binden Stickstoff und konkurrieren mit Unkraut.
Kurz gesagt, sie fördern eine nachhaltige Landwirtschaft, indem sie die Bodengesundheit verbessern und eine höhere Ernteproduktivität unterstützen.
3. Nennen Sie ein Beispiel für Zwischenfrüchte, die Erosion verhindern können. Wie verhindern sie Bodenerosion?
Ein Beispiel für eine Pflanze, die Erosion wirksam verhindern kann, ist Winterroggen. Winterroggen ist ein schnellwachsendes Gras, das eine dichte Decke auf der Bodenoberfläche bildet und diese so vor den erosiven Kräften von Wind und Wasser schützt.
Das ausgedehnte Wurzelsystem des Winterroggens trägt zur Bindung der Bodenpartikel bei und verringert so das Erosionsrisiko. Durch den Anbau von Winterroggen als Gründüngung können Landwirte ihren Boden wirksam schützen und den Verlust wertvoller Oberbodenschichten durch Erosion verhindern.
4. Ist Gras eine Deckfrucht?
Ja, Gras kann als Zwischenfrucht betrachtet werden. Bestimmte Grasarten, wie beispielsweise einjähriges Weidelgras oder Hafer, werden häufig als Zwischenfrüchte verwendet.
5. Was ist der Unterschied zwischen Marktfrüchten und Plantagenkulturen?
Der Hauptunterschied zwischen Marktfrüchten und Plantagenkulturen liegt in ihrem Zweck und ihren Anbaumethoden. Marktfrüchte sind Pflanzen, die speziell für den Verkauf und die Gewinnerzielung angebaut werden, wie beispielsweise Weizen, Mais oder Baumwolle. Sie werden typischerweise auf kleineren Betrieben kultiviert und erfordern jährliche Aussaat und Ernte.
Plantagenkulturen hingegen sind großflächige, mehrjährige Nutzpflanzen, die auf Plantagen, oft in tropischen oder subtropischen Regionen, angebaut werden. Beispiele hierfür sind Kautschuk, Tee oder Kaffee. Plantagenkulturen werden für die langfristige Produktion kultiviert, erfordern spezialisiertes Management und sind häufig mit einem hohen Arbeits- und Kapitalaufwand verbunden.
6. Wie kann Fruchtwechsel Bodenerosion verhindern?
Fruchtwechsel kann Bodenerosion durch verschiedene Mechanismen wirksam verhindern. Erstens trägt er durch den regelmäßigen Wechsel der angebauten Pflanzenarten dazu bei, den Zyklus von Schädlingen und Krankheiten, die möglicherweise nur bestimmte Pflanzenarten befallen, zu unterbrechen. Dadurch wird der Bedarf an chemischen Pflanzenschutzmitteln reduziert und die Bodengesundheit geschützt.
Zweitens verfügen verschiedene Nutzpflanzen über unterschiedliche Wurzelsysteme, von denen einige den Boden besser zusammenhalten und so das Erosionsrisiko verringern. Darüber hinaus ermöglicht die Fruchtfolge den Anbau von Zwischenfrüchten, die eine Schutzschicht für den Boden bilden und so Erosion durch Wind und Wasser verhindern.
Schließlich kann die Fruchtfolge die Bodenfruchtbarkeit steigern, indem sie den Nährstoffbedarf diversifiziert, die Nährstoffverarmung minimiert und die allgemeine Bodenstruktur verbessert, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Erosion weiter verringert wird.
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