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Bodenteilprobenahme & Rolle von Präzisionslandwirtschaft und Fernerkundung

Bodenteilprobenahme & Rolle von Präzisionslandwirtschaft und Fernerkundung
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Bei der Mischprobenahme werden viele kleine Bodenproben von verschiedenen Stellen eines Feldes entnommen und zu einer einzigen Probe vermischt. Diese Mischprobe liefert durchschnittliche Bodenanalysewerte (Nährstoffe, pH-Wert usw.) für die gesamte Fläche. Landwirte nutzen Mischproben traditionell, um die Dünger- oder Kalkmenge für ein ganzes Feld zu bestimmen.

Jüngste Fortschritte in der Präzisionslandwirtschaft und der Fernerkundung verändern die Art und Weise, wie wir Bodenproben entnehmen. Moderne Hilfsmittel (GPS-gesteuerte Geräte, Satelliten-/Drohnenbilder, Ertragskarten und Bodensensoren) ermöglichen es Landwirten, Unterschiede innerhalb eines Feldes zu erkennen und gezieltere Probenahmezonen anzulegen.

Statt “ein Feld – eine Probe” empfiehlt PA “viele Zonen – viele Proben”, die jeweils separat gemittelt werden. Kurz gesagt: Die Mischprobenahme bleibt ein wichtiger Bestandteil der Bodenanalyse, aber PA/RS-Daten helfen dabei, festzulegen, wo diese Mischproben entnommen werden sollen und wie ihre Ergebnisse genutzt werden. Beispielsweise verwenden 681 große US-amerikanische Ackerbaubetriebe mittlerweile Ertragsmonitore oder Bodenkartierungswerkzeuge, was zeigt, wie verbreitet Präzisionsdaten geworden sind.

Was ist eine zusammengesetzte Bodenprobenahme?

Bei der Mischprobe werden Teilproben von vielen verschiedenen Stellen zu einer einzigen Probe zusammengefasst. Um beispielsweise eine Fläche von 10 Hektar zu beproben, könnte man 15–20 kleine Bodenproben (jeweils wenige Zentimeter tief) an verschiedenen Stellen entnehmen, diese vermischen und die Mischung ins Labor schicken. Das Labor analysiert diese Mischprobe, um einen durchschnittlichen Testwert für die gesamte Fläche zu ermitteln.

Was ist eine zusammengesetzte Bodenprobenahme?

Dies steht im Gegensatz zu Einzelproben, bei denen jeder Bohrkern separat untersucht wird. Mischproben werden häufig dann entnommen, wenn ein Gebiet relativ homogen erscheint und ein allgemeiner Fruchtbarkeitsindex benötigt wird. In den USA geben über 701.000 landwirtschaftliche Betriebe an, Bodenuntersuchungen durchzuführen, wobei Mischproben weiterhin die gängigste und kostengünstigste Methode darstellen.

Ein Merkblatt zur Bodenkunde erklärt: “Die Bodenprobenahme beginnt mit einer repräsentativen Mischprobe.” Das Ergebnis dieser Mischprobe dient als Grundlage für die Bewirtschaftung (Düngung, Kalkung usw.) des gesamten Gebiets. Sind die Bedingungen tatsächlich einheitlich, genügt eine Mischprobe pro 4–6 Hektar. Dies setzt jedoch voraus, dass alle Bereiche des Gebiets ähnliche Eigenschaften aufweisen. Präzisionsinstrumente helfen dabei, festzustellen, wo diese Annahme zutrifft und wo nicht.

Die Entnahme von Mischproben innerhalb klar definierter Bewirtschaftungszonen ermöglicht fundiertere Entscheidungen. Anstatt beispielsweise ein 40 Hektar großes Feld mit der gleichen Düngermenge zu behandeln (basierend auf einer einzigen Mischprobe), könnte ein Landwirt das obere Drittel des Feldes mit einer anderen, das mittlere Drittel mit einer anderen und das untere Drittel mit einer dritten Düngermenge düngen – jeweils basierend auf der Bodenanalyse der entsprechenden Zone. Dieser gezielte Ansatz kann die Erträge steigern oder Dünger einsparen (und den Oberflächenabfluss reduzieren).

Vorteile der zusammengesetzten Stichprobenziehung

Weltweit sind die Düngemittelpreise seit 2020 um fast 801 Tonnen gestiegen, was Landwirte dazu veranlasst, kostengünstigere Bodenuntersuchungsmethoden anzuwenden. Die kombinierte Probenahme trägt dazu bei, die Testkosten zu senken und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse zu liefern. Eine aktuelle US-Studie zeigt, dass mehr als 601 Tonnen mittelständischer Betriebe die kombinierte Bodenanalyse als wichtigstes Instrument zur Beurteilung der Bodenfruchtbarkeit nutzen.

1. Kostengünstig: Im Vergleich zur Untersuchung jedes einzelnen Standorts sind weniger Labortests erforderlich. Ein einziger Test ersetzt viele Einzeltests und spart so Analysekosten.

2. Zeiteffizient: Die Entnahme und Verarbeitung einer Mischprobe ist schneller als die von Dutzenden Einzelproben. Dadurch können Bodenuntersuchungen schneller und häufiger durchgeführt werden.

3. Einfachheit: Die Sammelprobenahme erfordert weniger Planung und Datenmanagement. Beispielsweise werden für große Rasenflächen, Weiden oder Felder mit einheitlichem Anbau häufig einfache “ein Bereich – eine Probe”-Verfahren angewendet.

4. Geeignet für einheitliche Flächen: Bei Gebieten mit tatsächlich einheitlichem Boden und einheitlicher Bewirtschaftung liefert der zusammengesetzte Wert einen zuverlässigen Durchschnittswert für die Bodenfruchtbarkeit. Viele Ratgeber weisen darauf hin, dass ein “weitgehend einheitliches Gebiet” von bis zu 10–15 Acres durch einen solchen zusammengesetzten Wert gut charakterisiert werden kann.

Diese Vorteile haben dazu geführt, dass Mischproben gängige Praxis geworden sind. Ein Agrarberater merkt an, dass die GPS-Rasterprobenahme (mit vielen Messpunkten) detaillierter und kostspieliger ist, während die Mischprobenahme “das Mischen von Bodenproben verschiedener Standorte zu einer einzigen Probe” beinhaltet, was einfacher ist. Auf einheitlichen Feldern (oder Rasenflächen, Gärten und Versuchsflächen) sind Mischproben eine praktische und kostengünstige Methode, um Nährstoffe und pH-Werte zu überwachen.

Einschränkungen der zusammengesetzten Stichprobenziehung

Studien aus dem Jahr 2025 zeigen, dass fast 451 Tonnen landwirtschaftlicher Nutzflächen eine so große räumliche Variabilität aufweisen, dass die Verwendung von Mischproben wichtige Nährstoffunterschiede verschleiert – was die Probenahme in präzisen Zonen unerlässlich macht. Aktuelle Daten belegen zudem einen Anstieg unentdeckter Kontaminationsereignisse um 121 Tonnen bei der Anwendung von Mischproben in heterogenen Böden. Trotz ihrer Vorteile hat die Mischprobenahme wichtige Nachteile:

a. Variabilität der Masken: Durch die Mittelung vieler Messpunkte werden Bereiche mit besonders hohem und besonders niedrigem Nährstoffgehalt verschleiert. Beispielsweise wird eine Stelle mit sehr hohem Phosphorgehalt oder eine Ecke mit niedrigem pH-Wert im Durchschnittswert verwässert. Ein Blog zum Thema Präzisionslandwirtschaft warnt davor, dass die Mischung von Daten verschiedener Standorte “Schwankungen im Nährstoffgehalt des Bodens verschleiern kann”. Anders ausgedrückt: Man verliert Informationen darüber, wo der Boden besser oder schlechter als der Durchschnitt ist.

Einschränkungen der zusammengesetzten Stichprobenziehung

b. Nicht für kleine Probleme: Sammelproben sind ungeeignet, wenn ein lokales Problem vermutet wird. Beispielsweise könnte eine Sammelprobe des gesamten Feldes einen Pestizidaustritt oder extremes Pflanzenwachstum an einer bestimmten Stelle nicht erkennen. Der Problembereich würde sich mit vielen gesunden Stellen vermischen. Landwirtschaftliche Berater weisen ausdrücklich darauf hin, dass flächendeckende Proben für Felder mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten nicht empfehlenswert sind.

c. Verdünnungsrisiko: Ist ein kleiner Teilbereich kontaminiert oder stark angereichert, kann sein Signal so stark verdünnt werden, dass es nicht mehr nachweisbar ist. Dies wird als das Problem des “nicht nachweisbaren Durchschnitts” bezeichnet: Einzelne Bohrkerne aus einem kontaminierten Bereich können in der Gesamtprobe verschwinden. Daher wird die Mischprobenahme bei Umweltgefahrenuntersuchungen oft vermieden, es sei denn, sie wird mit der erneuten Untersuchung einzelner Bohrkerne kombiniert.

d. Einheitliche Behandlung trotz Unterschieden: Eine Sammelprobe führt zu einer einzigen Düngeempfehlung für die gesamte Zone. Dies kann bedeuten, dass bereits nährstoffreiche Stellen überdüngt und nährstoffärmere Stellen unterdüngt werden. Langfristig kann diese Ineffizienz zu Ressourcen- und Kostenverschwendung führen. Wie ein Blog zum Thema Präzisionslandwirtschaft anmerkt, kann die Sammelprobenahme “langfristig zu Ineffizienzen und höheren Kosten führen”, da sie nicht die detaillierten Informationen liefert, die für eine präzise Bewirtschaftung notwendig sind.

Die Mischprobenahme eignet sich am besten für Gebiete, die als relativ homogen gelten. Auf stark heterogenen Feldern kann die Mittelwertbildung jedoch zu ungleichmäßiger Pflanzenentwicklung, geringerer Effizienz und Umweltproblemen (Nährstoffverlust) führen.

Planung der Probenahme: Zonen und Werkzeuge

Ab Mitte 2025 empfehlen moderne Verfahren zur Bodenprobenahme die Entnahme von 15 bis 20 Teilproben pro Probenahmegebiet, wobei jede Mischprobe idealerweise ≤ 2,5 Hektar auf Feldern mit hoher Variabilität repräsentieren sollte.

Einige Präzisionslandwirtschaftssysteme empfehlen mittlerweile eine Bodenprobe pro Acre für eine langfristige Kartierungsgenauigkeit. Mobile Robotersysteme können 50 g Bodenproben in 200 mm Tiefe entnehmen und diese in etwa 10 Minuten analysieren, um Nährstoff- und pH-Wert-Daten in Echtzeit zu liefern. Planen Sie vor der Feldarbeit sorgfältig, wo und wie Sie die Probenahme durchführen. Wichtige Schritte sind:

1. Probenahmezonen definieren: Teilen Sie das Feld in Abschnitte mit ähnlichen Boden- und Nutzungsgeschichten ein. Nutzen Sie Informationen zu Bodentyp, früheren Fruchtfolgen, Topografie und Bewirtschaftung. Wurde beispielsweise ein Teil des Feldes in der Vergangenheit stark gekalkt oder gedüngt, sollte dieser Bereich separat beprobt werden.

Viele Richtlinien empfehlen, vor der Probenahme eine Karte der einheitlichen Flächen zu erstellen. Innerhalb jeder Zone wird eine Mischprobe entnommen. Ist ein Feld tatsächlich einheitlich, können bis zu 10–15 Hektar mit einer Mischprobe abgedeckt werden; andernfalls wird es aufgeteilt. Moderne Hilfsmittel unterstützen die Zoneneinteilung: GIS-Bodenkartierungen, Ertragskarten und Luftbilder zeigen oft natürliche Unterteilungen des Feldes.

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2. Wann man Bereiche aufteilen sollte: Ziehen Sie separate Bodenproben in Betracht, wenn deutliche Unterschiede in Bodenfarbe, Hangneigung oder Bewirtschaftung erkennbar sind. Typische Beispiele: eine Senke im Vergleich zu einer Anhöhe; eine Feldecke mit unterschiedlicher Bewässerung; oder ein ehemaliger Stall im Vergleich zum restlichen Feld. Teilen Sie die Bodenproben auch nach Anbauzonen auf – z. B. wenn Sie auf einem Teil Mais und auf einem anderen Soja angebaut haben. Mischen Sie grundsätzlich nur Bodenproben, die zum selben Standort gehören.

Planung der Probenahme: Zonen und Werkzeuge

3. Stichprobenumfang: Die Beratungsstellen geben Richtlinien für die Größe von Mischprobenzonen an. Die Michigan State University (MSU) empfiehlt, dass jede Mischprobe in homogenen Feldern nicht mehr als etwa 10–15 Acres umfassen sollte. Die Iowa State University gibt an, dass eine homogene Mischprobenzone maximal etwa 10 Acres abdecken sollte. Bei vermuteter Bodenvariabilität sollten kleinere Zonen (z. B. jeweils 2–5 Acres) geplant werden, um die Unterschiede in der Mittelung zu minimieren.

4. Werkzeuge und Ausrüstung: Bereiten Sie sauberes, einsatzbereites Werkzeug vor. Für gleichmäßig tiefe Bodenproben empfiehlt sich eine Bodensonde oder ein Bodenbohrer. (Auf sehr steinigen Böden ist ein Schneckenbohrer oft besser geeignet als eine Drucksonde.) Halten Sie außerdem einen sauberen Eimer bereit (am besten aus Kunststoff, insbesondere bei der Untersuchung von Mikronährstoffen), eine scharfe, saubere Schaufel oder Kelle sowie ausreichend beschriftete Probenbeutel oder -boxen.

Bringen Sie Etiketten, einen wasserfesten Stift oder Marker und (optional) ein GPS-Gerät oder eine Geländekarte mit, um die Probenahmestellen zu markieren. Sauberkeit ist wichtig: Reinigen oder spülen Sie die Werkzeuge gründlich ab, wenn Sie zwischen verschiedenen Feldern wechseln, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Eine vorherige Planung (eine Karte der Zonen und die Anzahl der Proben) macht die Arbeit effizient. Beispielsweise könnte man beschließen, in jeder Ecke des Feldes pro 10 Hektar Zone eine Mischprobe zu entnehmen.

Viele Landwirte nutzen GPS-Geräte oder Smartphones, um während der Probenahme die Probenahmestellen zu markieren, was die spätere Probenahme erleichtert. Moderne Präzisionswerkzeuge (wie Smartphone-Apps) können sogar die Probenahme nach Mustern oder Rastern steuern. Aber auch ohne technische Hilfsmittel funktioniert ein einfacher Zickzack- oder W-förmiger Rundgang durch die einzelnen Zonen gut.

Verfahren zur Durchführung von Sammelproben (Schritt für Schritt)

Die Bodenuntersuchung mittels Mischprobenahme ist nach wie vor das Rückgrat der Präzisionslandwirtschaft. Globale Studien zeigen, dass die Verwendung standardisierter Mischprobenahmen die Nährstofffehlbewirtschaftung um 20–30 TP³T reduzieren, die Düngemitteleffizienz verbessern und den Ertrag im Durchschnitt um 5–15 TP³T steigern kann.

Bei der zunehmenden Digitalisierung landwirtschaftlicher Betriebe bleibt die Sammelprobenahme ein entscheidender erster Schritt, um verlässliche Labordaten für Nährstoffempfehlungen zu gewinnen. Sobald die Zonen definiert und die Geräte bereit sind, sollte ein einheitliches Verfahren befolgt werden. Die grundlegenden Schritte sind: Probenahmemuster erstellen, Probe in der Tiefe entnehmen, Probenahme durchführen, mischen, Teilprobe nehmen und beschriften. Jeder Schritt gewährleistet, dass die Sammelprobe repräsentativ ist.

Schritt 1: Wählen Sie ein Stichprobenmuster

Die Bodenbeschaffenheit innerhalb eines einzelnen Feldes kann erheblich variieren – aktuelle Untersuchungen zeigen, dass die Nährstoffgehalte innerhalb derselben 10 Hektar großen Fläche um bis zu 401 µg/l schwanken können. Die Wahl eines effektiven Probenahmemusters ist daher für genaue Ergebnisse unerlässlich.

Um Verzerrungen zu vermeiden, sollten innerhalb der Zone entweder zufällig oder systematisch Teilproben entnommen werden. Eine einfache Methode ist das Zickzack- oder W-Muster: Man durchquert das Gebiet im Zickzack und nimmt in etwa gleichen Abständen jeweils eine Bodenprobe. Dadurch wird die Variabilität tendenziell gleichmäßig erfasst.

Bei großen Feldern kann man ein Raster (z. B. 2–3 Hektar große Quadrate) überlagern und an jedem Rasterpunkt Proben entnehmen; dies ist die klassische Rasterprobenahme. Alternativ kann man Ertragskarten oder NDVI-Karten verwenden, um Bereiche mit hoher, mittlerer und niedriger Produktivität (Bewirtschaftungszonen) zu identifizieren und diese separat zu beproben. Ziel ist eine vollständige Abdeckung ohne Überlappungen oder Häufungen, sodass jeder Bereich der Zone einen Beitrag leisten kann.

Schritt 2: Probenahmetiefe bestimmen

Die Bodentiefe beeinflusst die Nährstoffverfügbarkeit – Studien zeigen, dass über 701 Tonnen pflanzenverfügbarer Phosphor und Kalium in den obersten 15 Zentimetern des Bodens konzentriert sind. Tiefere Bodenschichten enthalten mobile Nährstoffe wie Nitrat-Stickstoff, der leichter ausgewaschen wird.

Alle Teilproben sollten aus der gleichen Tiefe entnommen werden, da dies die Testergebnisse beeinflusst. Bei den meisten Reihenkulturen (Mais, Sojabohnen, Weizen) beträgt die Standardtiefe etwa 15 cm (6 Zoll), da sich dort die meisten Wurzeln und Nährstoffe befinden. Auch bei mehrjährigen Weiden, Rasenflächen oder flachwurzelnden Kulturen ist eine Tiefe von 15 cm üblich.

Bei Direktsaat empfehlen einige Experten eine Eindringtiefe von 20 cm, da Erntereste das Eindringen von Bodenmaterial verlangsamen. Zur Untersuchung mobiler Nährstoffe (insbesondere Nitrat-Stickstoff oder Salze) sollte zusätzlich eine tiefere Probe aus 15–60 cm Tiefe entnommen werden (in zwei Schichten: 0–15 cm und 15–60 cm). Löcher und Rinnen sollten stets vermieden werden – stattdessen sollte die Pflugschicht oder der Oberboden beprobt werden.

Schritt 3: Entnahme von Teilproben (Kernproben)

Jüngste agronomische Forschungsergebnisse zeigen, dass durchschnittlich 15–20 Bohrkerne pro Mischprobe den Probenahmefehler im Vergleich zu nur 5 Bohrkernen um 90% reduzieren. Daher ist die Anzahl der Teilproben entscheidend für die Genauigkeit.

Entnehmen Sie mithilfe der Bodensonde (oder des Erdbohrers) an jeder Probenahmestelle einen Bodenkern. Führen Sie die Sonde senkrecht ein und entnehmen Sie den Bodenkern bis zur gewünschten Tiefe. Geben Sie jeden Kern in einen sauberen Eimer. Die meisten Richtlinien empfehlen 15–25 Kerne pro Mischprobe, um einen guten Durchschnittswert zu erhalten. Die Iowa State University empfiehlt 10–15 Kerne, die Michigan State University hat festgestellt, dass 20 Kerne konsistente Ergebnisse liefern.

Verfahren zur Durchführung von Sammelproben (Schritt für Schritt)

In der Praxis sind 15–20 Bodenproben üblich. Verteilen Sie die Proben gleichmäßig (z. B. eine pro 0,2–0,4 Hektar in einer 4 Hektar großen Zone) oder folgen Sie dem gewählten Muster. Sammeln Sie alle Proben aus der gesamten Zone – beispielsweise aus der Mitte der Reihen und zwischen den Reihen, falls Nutzpflanzen angebaut werden – sowie aus verschiedenen Bereichen der Zone.

Wenn eine Kernprobe stark abweicht (z. B. viel dunkler oder kiesig ist), kann sie verworfen und eine neue entnommen werden, um eine Verfälschung des Gesamtergebnisses zu vermeiden. Tragen Sie Einweghandschuhe oder spülen Sie die Sonde ab, wenn Sie zwischen verschiedenen Zonen wechseln, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Schritt 4: Erstellen des Composites

Gründliches Mischen ist entscheidend: Studien zeigen, dass unsachgemäßes Mischen zu folgenden Problemen führen kann: Abweichungen von bis zu 25% in den Laborergebnissen, selbst dann, wenn die Probenahme korrekt durchgeführt wurde.

Schütten Sie alle Teilproben aus dem Eimer auf eine saubere Plane oder zurück in den Eimer und zerkleinern Sie sie. Mischen Sie sie gründlich, bis die Erde homogen ist. Entfernen Sie dabei Steine, Wurzeln und sonstige Verunreinigungen. Dieser Schritt ist wichtig: Er stellt sicher, dass die endgültige Mischprobe repräsentativ ist.

Ist die Erde sehr nass oder lehmig (nass klumpig lässt sie sich nicht gut vermischen), sollte sie vorher etwas an der Luft getrocknet werden. Gehen Sie dabei aber vorsichtig vor. Mischen Sie die Erde so lange, bis Sie einen homogenen Haufen oder Eimer voll Erde haben.

Schritt 5: Die endgültige Probe vorbereiten

Die meisten Bodenlabore benötigen etwa 1 Pint (0,5–1 kg) Erde — Mehr zu senden verbessert die Ergebnisse nicht, sondern erhöht die Anzahl der Bearbeitungsfehler.

Nehmen Sie aus der gut durchmischten Erde eine Teilprobe für das Labor. Diese beträgt üblicherweise etwa 0,5–1 kg Erde. Senden Sie nicht den gesamten Eimer ein. Verteilen Sie die durchmischte Erde stattdessen auf einer sauberen Fläche und entnehmen Sie die Probe mit einem Messbecher oder einer Schaufel.

Füllen Sie den Laborbehälter oder -beutel mit etwa 0,5 bis 1 Liter (oder nach Anweisung des Labors). Diese “Teilprobe” ist Ihre Sammelprobe. Das Labor benötigt nur den kleinen, gleichmäßigen Anteil, nicht alle Bohrkerne. Verschließen Sie den Beutel gut.

Schritt 6: Beschriften und aufzeichnen

Laut FAO-Berichten, Über 301.000 Fehler bei Bodenproben entstehen durch falsche Etikettierung oder mangelhafte Dokumentation. — was diesen Schritt für die Zuverlässigkeit der Daten unerlässlich macht.

Beschriften Sie den Probenbehälter deutlich, bevor oder unmittelbar nachdem Sie ihn befüllt haben. Geben Sie mindestens Folgendes an: Feld- oder Zonen-ID (ein eindeutiger Code), Datum, Probenahmetiefe (z. B. 0–15 cm), Vorfrucht (falls relevant) und Ihren Namen bzw. den Namen des Probennehmers. Manche vermerken auch die Zielkultur und die GPS-Koordinaten.

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Das Aufschreiben dieser Informationen auf den Beutel oder Karton ist für das Labor und für spätere Referenzzwecke unerlässlich. Führen Sie ein Protokoll (Logbuch oder digitale Datei) mit der jeweiligen Proben-ID, der Zone/dem Feld, aus dem die Probe stammt, und allen Anmerkungen (z. B. “östliches Feldende” oder “südlich des Bewässerungsrohrs”). Diese Metadaten gewährleisten die korrekte Interpretation der Ergebnisse und den Vergleich zukünftiger Proben.

Jede Sammelprobe (mit Etikett) wird anschließend ins Labor geschickt. Vor dem Versand muss die Probe trocken oder leicht angetrocknet sein. (Manche Labore bevorzugen luftgetrocknete Proben bei Raumtemperatur, um Schimmelbildung und Nährstoffverlust zu vermeiden.) Bei Versandverzögerungen sollten die Proben kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden. Falls das Labor flüchtige chemische Verbindungen untersucht (in der Landwirtschaft selten), darf die Probe nicht getrocknet werden. Für Standard-Fruchtbarkeitsanalysen (pH-Wert, Phosphor, Kalium, Mikronährstoffe, organische Substanz) ist das Lufttrocknen in offenen Säcken für ein bis zwei Tage üblich.

Anwendungen der zusammengesetzten Probenahme

Im Jahr 2025 werden weltweit über 60 Ts große landwirtschaftliche Betriebe die zonenbasierte Verbundprobenahme nutzen, um die Düngemittelmenge individuell anzupassen, und die Rasterprobenahme spielt weiterhin eine Schlüsselrolle in der Präzisionslandwirtschaft, da sie eine detaillierte Kartierung der Bodenfruchtbarkeit auf den Feldern ermöglicht.

Die kombinierte Probenahme beschleunigt die Beurteilung der Bodenfruchtbarkeit und steht im Einklang mit der zunehmenden Verbreitung von GPS-gestützten Feldgeräten – über 90 % der Agronomen nutzen solche Geräte mittlerweile bei der Probenahme. Die kombinierte Bodenprobenahme findet in verschiedenen Bereichen breite Anwendung:

1. Landwirtschaft (Anbauflächen): Die routinemäßige Bodenfruchtbarkeitsanalyse vor der Aussaat ist wohl die häufigste Anwendung. Landwirte entnehmen alle paar Jahre (oft im Rahmen von Fruchtfolgen) Mischproben von ihren Feldern, um die Düngung und Kalkung zu steuern. Da viele Felder relativ einheitlich oder groß sind, ist eine Mischprobe pro mehrere Hektar gängige Praxis.

2. Rasenflächen und Gärten: Hausbesitzer und Landschaftsgärtner entnehmen häufig Mischproben von Rasenflächen oder Gartenbeeten, um Nährstoffe und pH-Wert zu überprüfen. Die Mischprobe kann die gesamte Fläche oder nur einen Teil davon abdecken. Üblicherweise werden 5–10 Bodenproben verwendet, um eine repräsentative Fläche für den gesamten Rasen zu erhalten.

3. Umwelt-Screening: Um ein großes Gelände (z. B. ein ehemaliges Industriegelände) schnell auf Schadstoffe zu untersuchen, verwenden Behörden mitunter Mischproben. Diese zeigen an, ob eine allgemeine Kontamination vorliegt. Weist eine Mischprobe hohe Schadstoffkonzentrationen auf, können gezielte Punktproben entnommen werden, um die spezifischen Schadstoffherde zu lokalisieren. Ohne diese erste Mischprobe wäre die Untersuchung jedes einzelnen Bereichs zu kostspielig. (Mischproben werden jedoch nicht verwendet, wenn die Schadstoffwerte eines unbelasteten Geländes ermittelt werden sollen, da sie einen tatsächlichen Schadstoffherd verdünnen könnten.)

4. Forschung und Studien: Auf Versuchsflächen verwenden Forscher häufig Mischproben, um die Bodenfruchtbarkeit im Ausgangszustand zu charakterisieren. Beispielsweise kann in einer Universitätsstudie jede Versuchsfläche als Mischprobe beprobt werden, um einheitliche Ausgangsbedingungen zu gewährleisten.

In all diesen Fällen liefert die Mischprobenahme einen schnellen Überblick über den Zustand des Bodens in einem großen Gebiet. Sie zeigt dem Betriebsleiter den durchschnittlichen Fruchtbarkeitsgrad und ob allgemeine Bodenverbesserungsmaßnahmen erforderlich sind.

Wie GeoPard eine intelligentere, zusammengesetzte Bodenprobenahme ermöglicht?

Die Kombination von Verbundprobenahme und fortschrittlichen datengestützten Tools liefert Landwirten präzise Nährstoffinformationen zu einem Bruchteil der Kosten einer intensiven Probenahme. GeoPard Agriculture optimiert diesen Prozess durch die Integration von Fernerkundung, intelligenten Algorithmen und optimaler Pfadgenerierung – für eine intelligentere, schnellere und effizientere Verbundprobenahme. GeoPard unterstützt sowohl rasterbasierte als auch zonenbasierte Analysen und bietet Agronomen so Flexibilität, die auf die jeweilige Feldhistorie und -variabilität abgestimmt ist.

  • 1. Rasterbasierte Stichproben teilt das Feld in gleichmäßige Rasterzellen auf und platziert Punkte in regelmäßigen Abständen, was es zu einem hervorragenden Ansatz für erste Feldbeurteilungen oder wenn keine vorherigen Daten vorliegen macht.
  • 2. Zonenbasierte Probenahme, Demgegenüber werden Daten wie Ertragskarten, Bodenkarten und Satellitenbilder genutzt, um Bewirtschaftungszonen zu erstellen, die die tatsächliche Variabilität des Feldes widerspiegeln.

Durch die strategische Platzierung von Proben innerhalb jeder Zone erfassen Landwirte die individuellen Merkmale ihrer Felder effizienter, insbesondere in Gebieten mit bereits bekannter Variabilität. Darüber hinaus unterstützt GeoPard sowohl Kern- als auch Mischprobenverfahren.

  • Kernprobenahme Dabei wird jede einzelne Bodenprobe separat analysiert, was die höchste Auflösung der Variabilität ermöglicht, aber mit höheren Laborkosten verbunden ist.
  • Zusammengesetzte Stichprobe, Durch die Kombination mehrerer Bohrkerne zu einer einzigen repräsentativen Probe für jedes Rasterfeld oder jede Zone wird ein Gleichgewicht zwischen Kosteneffizienz und umsetzbaren Erkenntnissen geschaffen – was das Verfahren besonders für große Felder praktikabel macht, ohne die Vorteile zonenspezifischer Daten zu verlieren.

Um Arbeitsabläufe übersichtlich zu gestalten, bietet GeoPard anpassbare Etikettenvorlagen, die Probenahmestellen automatisch anhand der Zonen-ID oder Sequenznummer kennzeichnen. So wird sichergestellt, dass die Proben von der Entnahme im Feld bis zur Laboranalyse und Berichterstellung lückenlos dokumentiert sind. Dies reduziert das Fehlerrisiko und erleichtert die Interpretation der Ergebnisse.

Die Effizienz im Feld wird durch die Pfadgenerierungslogik von GeoPard weiter gesteigert. Die Funktion „Intelligenter optimaler Pfad“ berechnet automatisch die kürzeste und effizienteste Route zu Fuß oder mit dem Auto durch alle Zonen und minimiert so Zeit und zurückgelegte Strecke. Alternativ können Agronomen eine zonenweise Datenerfassung wählen, die die Arbeit vereinfacht, indem sie sich unabhängig von der Gesamtlänge des Weges jeweils auf eine Zone konzentriert.

Für Erstanwender ist GeoPards intelligente Probenahmeempfehlung der beste Einstieg, da sich das System an die individuellen Eigenschaften jedes Feldes anpasst und so statistische Genauigkeit mit betrieblicher Effizienz in Einklang bringt. Durch die Kombination von Verbundbodenprobenahme mit Präzisionslandwirtschaft und Fernerkundung stellt GeoPard sicher, dass Landwirte und Agronomen die repräsentativsten, kosteneffektivsten und praxisrelevantesten Bodendaten erhalten.

Von einheitlich zu zoniert: Konzepte der Präzisionslandwirtschaft

Während es bei der Stichprobenziehung um Durchschnittswerte geht, zielt die Präzisionslandwirtschaft darauf ab, die Variabilität zu erkennen und zu steuern. Sie nutzt Hilfsmittel (GPS, Sensoren, Software), um sicherzustellen, dass jeder Bereich des Feldes optimal behandelt wird. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) definiert Präzisionslandwirtschaft als “landwirtschaftliche Werkzeuge, die auf der Beobachtung, Messung und Reaktion auf die Variabilität innerhalb eines Feldes basieren”. In der Praxis bedeutet dies, ein Feld in kleinere, relativ einheitliche Bewirtschaftungszonen zu unterteilen und jede Zone individuell zu bewirtschaften.

1. Zonenbasiertes Management

Die weltweite Verbreitung von Präzisionslandwirtschaft nimmt rasant zu. Laut MarketsandMarkets wird der Markt für Präzisionslandwirtschaft bis 2030 voraussichtlich ein Volumen von 21,9 Milliarden US-Dollar erreichen und ab 2025 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von fast 121 Billionen US-Dollar wachsen. Rund 70 bis 80 Billionen US-Dollar der in Nordamerika verkauften neuen Landmaschinen sind mittlerweile mit GPS oder anderen Präzisionstechnologien ausgestattet. Dies spiegelt einen deutlichen Wandel von traditionellen, einheitlichen Ansätzen hin zu einem datengestützten, zonenspezifischen Management wider.

Der Kerngedanke ist die zonenbasierte Bewirtschaftung: Anstatt ein ganzes Feld gleich zu behandeln, zielt die präventive Landwirtschaft darauf ab, Betriebsmittel (Dünger, Saatgut, Wasser) variabel einzusetzen und so den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Zonen gerecht zu werden. Die Zonen können anhand von Bodenkarten, Ertragsdaten oder Sensordaten definiert werden. Beispielsweise könnte ein tiefer gelegener, feuchter Bereich des Feldes eine Zone bilden und ein höher gelegener, gut drainierter Bereich eine andere.

2. Präzisionstechnologien

Der weltweite Einsatz von Präzisionslandwirtschaftstechnologien wie Drohnen, Bodensensoren und Dosiergeräten nimmt rasant zu. Berichten zufolge nutzen über 801.000 Tonnen landwirtschaftlicher Nutzfläche in Industrieländern GPS-gesteuerte Geräte, und die drohnengestützte Pflanzenüberwachung wird in den USA bis 2027 voraussichtlich mehr als 601.000 Tonnen Ackerland abdecken.

Es wird geschätzt, dass diese Werkzeuge den Einsatz von Düngemitteln und Chemikalien um bis zu 201 Tonnen pro 300 Tonnen reduzieren und gleichzeitig die Erträge im Durchschnitt um 10–151 Tonnen pro 300 Tonnen steigern. Präzisionstechnologien tragen auf zwei wesentliche Arten dazu bei:

  1. DatenerfassungGPS-fähige Sämaschinen, Ertragsmessgeräte und Bodensensoren erfassen Informationen in sehr hoher Auflösung.
  2. Variable Applikationsgeräte: Traktoren und Sprühgeräte können die Ausbringmengen während der Fahrt automatisch anpassen.
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Beispielsweise nutzen variable Ausbringungsanlagen (VRT) Applikationskarten, um dort mehr Dünger auszubringen, wo er benötigt wird, und weniger, wo er nicht benötigt wird. Ertragsmessgeräte an Mähdreschern erfassen den Ertrag in Echtzeit und erstellen später Ertragskarten. Das Ergebnis ist eine standortspezifische Bewirtschaftung anstelle einer standardisierten Vorgehensweise.“

3. Fernerkundung

Der globale Markt für Präzisionslandwirtschaft wird bis 2025 auf über 1,4 Billionen US-Dollar geschätzt, wobei Fernerkundung eine zentrale Rolle bei datengestützten Entscheidungen spielt. Der Einsatz von Drohnen zur landwirtschaftlichen Überwachung wächst jährlich um über 30,1 Billionen US-Dollar, während Satelliten wie Sentinel-2 mittlerweile alle fünf Tage Bilder mit einer Auflösung von bis zu 10 Metern liefern.

Allein in den Vereinigten Staaten nutzen mittlerweile über 601.000 große landwirtschaftliche Betriebe satelliten- oder drohnengestützte Sensorik zur Pflanzenüberwachung, Wasserbewirtschaftung oder Bodenkartierung. Dieses rasante Wachstum unterstreicht die entscheidende Rolle der Fernerkundung für die Optimierung von Erträgen und Ressourceneffizienz.

Fernerkundung kann Muster sichtbar machen, die vom Boden aus nicht erkennbar sind. So zeigen beispielsweise Satellitenbilder, die für den NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) verarbeitet wurden, die Grünfärbung und Vitalität der Pflanzen auf einem gesamten Feld. Gesunde, dichte Pflanzen reflektieren mehr Infrarotlicht; der NDVI erfasst dies mathematisch.

Fernerkundung liefert Datenebenen, die bei der Definition von Probenahmezonen helfen. Stellen Sie sich eine NDVI-Karte vor, die von Blau (schlechtes Wachstum) bis Grün (starkes Wachstum) farblich dargestellt ist. Diese Farbmuster korrelieren oft mit der Bodenfruchtbarkeit oder -feuchtigkeit. Ebenso können multispektrale Drohnenbilder zeigen, wo Pflanzen im Wachstum gehemmt, durchnässt oder nährstoffarm sind. Durch die Überlagerung von NDVI-Bildern, Ertragskarten oder Karten der elektrischen Leitfähigkeit des Bodens in einem GIS-Programm identifizieren Agronomen stabile Bewirtschaftungszonen – Gebiete, die sich im Laufe der Zeit tendenziell ähnlich verhalten.

Forscher in Iowa haben beispielsweise gezeigt, dass “Ertragskarten aus vielen Jahren und Luftbilder von unbewachsenem Boden und Pflanzenbeständen zur Identifizierung von Bewirtschaftungszonen genutzt werden können”, da diese Daten die zugrunde liegenden Bodenverhältnisse widerspiegeln. In der Praxis könnte ein Landwirt zwei Jahre GPS-Ertragsdaten und eine Bodenkartierung verwenden, um ein Feld in drei bis fünf Zonen (ertragreiche, mittlere und ertragsarme Zonen) einzuteilen.

Es wird davon ausgegangen, dass jede Zone annähernd einheitliche Bodenverhältnisse aufweist, und anschließend wird aus jeder Zone eine Mischprobe entnommen. Diese datengestützte Mischprobenahme liefert präzisere Empfehlungen als die Probenahme des gesamten Feldes.

Die Fernerkundung entwickelt sich rasant weiter, mit immer höherer Auflösung und Frequenz. Neue Satelliten (PlanetScope, Sentinel) liefern alle paar Tage NDVI-Daten mit einer Auflösung von ca. 3–10 m. Drohnen können Felder wöchentlich überfliegen und detaillierte Farbbilder der Pflanzen aufnehmen. Dank dieser Entwicklungen können Landwirte kleine Stressherde erkennen und die Anbauflächen entsprechend anpassen. Große landwirtschaftliche Betriebe nutzen bereits häufig Satellitendienste oder setzen Felddrohnen zur Überwachung ihrer Felder ein. Diese Daten werden in moderne GIS- oder Farmmanagement-Software eingespeist, um die neuen Probenahmegrenzen festzulegen.

Integration von Verbundprobenahme mit Präzisions-Ag

Präzisionslandwirtschaftstechnologien haben Effizienzsteigerungen beim Einsatz von Betriebsmitteln von bis zu 15–201 TP3T ermöglicht, mit durchschnittlichen Ertragsverbesserungen von 8–12 Bushel pro Acre durch variable Nährstoffzufuhr – was die Bedeutung der Integration von Mischproben in datengesteuerte Arbeitsabläufe unterstreicht. In einem Präzisionslandwirtschafts-Workflow spielt die Mischprobenahme weiterhin eine Rolle, wird aber datengesteuert durchgeführt.

1. Voranalyse der Probenahme: Sammeln Sie alle verfügbaren Daten – Ertragskarten der Vergangenheit, Satelliten-NDVI- oder Drohnenbilder, Bodentyp- und Topografiekarten. Teilen Sie das Feld anhand dieser Informationen in 3–6 Bewirtschaftungszonen mit annähernd einheitlichem Bodenpotenzial ein. Die Zonen können zusammenhängend sein, oder einige Zonen können separate Bereiche umfassen, die ähnlich aussehen (beispielsweise könnten zwei Senken in verschiedenen Teilen des Feldes eine Zone mit geringer Fruchtbarkeit bilden).

Integration von Verbundprobenahme mit Präzisions-Ag

2. Zonenbasierte zusammengesetzte Stichproben: Für jede Bewirtschaftungszone werden wie zuvor Bodenproben entnommen und gemischt. Das bedeutet konkret, dass in Zone A etwa 15–20 Proben entnommen und gemischt werden, anschließend eine separate Mischprobe für Zone B usw. Jede Zone ergibt einen Probenbeutel. Es kann daher sein, dass Sie mehrere Bodenproben für ein Feld erhalten (eine pro Zone) anstatt nur eine für das gesamte Feld.

Dieser Ansatz wird manchmal auch als “gerichtete Verbundstichprobe” oder “Zonenstichprobe” bezeichnet. Er behält die Kostenvorteile der Verbundstichprobe (eine Analyse pro Zone) bei, vermeidet aber die Mittelwertbildung über unähnliche Gebiete hinweg.

3. Analyse und Verschreibung: Senden Sie jede Zonenprobe an das Labor. Die Ergebnisse liefern unterschiedliche Werte für jede Zone. Zone A benötigt beispielsweise mehr Phosphor als Zone B. Anschließend erstellen Sie einen variablen Ausbringungsplan für Dünger oder Kalk: Behandeln Sie jede Zone entsprechend ihrem individuellen Bedarf. Viele Steuerungen für Präzisionssämaschinen oder Feldspritzen können diese Zonenpläne zur Ausbringung der Betriebsmittel nutzen.

4. Validierung und Optimierung: Überwachen Sie in den folgenden Anbausaisons die Ernteerträge. Nutzen Sie den Ertragsmonitor Ihres Mähdreschers (oder die kontinuierliche NDVI-Satellitenmessung), um zu überprüfen, ob die definierten Zonen tatsächlich unterschiedliche Erträge aufweisen. Passen Sie die Zonengrenzen oder die Anzahl der Zonen gegebenenfalls an. Mit der Zeit sollte dieser Feedback-Mechanismus die Genauigkeit der Zoneneinteilung und die Effizienz des Betriebsmitteleinsatzes verbessern.

PA/RS hat die “Mischprobenahme” von einer Probe pro Feld zu einer Mehrfachprobenahme pro Feld weiterentwickelt, wobei jede Probe einen präzise datendefinierten Bereich repräsentiert. Dies führt zu besseren Informationen. Wie ein Branchenblog es formuliert: Die GPS-basierte Raster- (oder Zonen-) Probenahme “ermöglicht die Erstellung variabler Ausbringungsmengen und stellt so sicher, dass jeder Bereich des Feldes die richtige Nährstoffmenge erhält.“.

Diese Präzision ist mit Mischproben nicht möglich, da diese nur einen durchschnittlichen Nährstoffgehalt liefern. Anders ausgedrückt: Mischproben werden weiterhin eingesetzt, jedoch nur in kleineren, präzise definierten Bereichen. Die Integration von Mischproben in die Technologie entwickelt sich stetig weiter. Zu den vielversprechenden Entwicklungen zählen:

  • Hochauflösende SensorenBeispielsweise können Hyperspektralkameras oder Rotrand-Spektren Stickstoffmangel, Wasserstress oder Krankheiten erkennen, bevor die Pflanzen Symptome zeigen.
  • Bodensensorik für unterwegsGeräte wie elektromagnetische (EM38) Sensoren, Gammastrahlen- oder Nahinfrarot-Sonden können das Feld in Echtzeit “abtasten”. Moderne Traktoren können Bodensensoren ziehen oder sogar mit elektromagnetischen Untergrundsensoren ausgestattet sein und so im laufenden Betrieb hochauflösende Bodenkarten erstellen.
  • Künstliche Intelligenz und Datenfusion: Maschinelle Lernmodelle können historische Bodenproben, Wetterdaten, Ertragsdaten und Fernerkundungsdaten kombinieren, um Nährstoffgehalte vorherzusagen oder Zonen automatisch zu identifizieren. Beispielsweise könnte ein KI-System jahrelange NDVI- und Ertragsdaten analysieren, um neue Zonengrenzen vorzuschlagen.

Schlussfolgerung

Die Mischprobenahme ist eine bewährte und kostengünstige Methode, um die durchschnittliche Bodenfruchtbarkeit großer Flächen zu ermitteln. Sie vereinfacht die Bodenanalyse, indem sie pro Zone ein Ergebnis liefert und so eine einheitliche Bewirtschaftung dieser Zone ermöglicht. Allerdings können durch die Mittelwertbildung wichtige Unterschiede verschleiert werden. Der Aufstieg der Präzisionslandwirtschaft und der Fernerkundung macht die Mischprobenahme nicht überflüssig; vielmehr verändert sie die Art und Weise ihrer Durchführung. Durch den Einsatz von GPS-gesteuerten Probenehmern, Ertragskarten und Satelliten-/Drohnenbildern beproben Landwirte heute häufig in Zonen ähnlicher Produktivität, wodurch jede Mischprobe aussagekräftiger wird.

Fernerkundung
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